QR-Rechnung

QR-IBAN oder IBAN? Der Unterschied einfach erklärt

QR-IBAN, IBAN, QR-Referenz, SCOR-Referenz: Was Sie für Ihre QR-Rechnung wirklich brauchen und wann sich eine QR-IBAN lohnt.

Von Zhivko GerasimovAktualisiert am 5 Min. Lesezeit

Wer zum ersten Mal eine QR-Rechnung einrichtet, stolpert schnell über zwei Begriffe: IBAN und QR-IBAN. Brauche ich eine QR-IBAN? Was ist eine QR-Referenz? Und warum lehnt meine Bank manche Kombinationen ab? Hier die Antworten – ohne Fachchinesisch.

IBAN: Ihr normales Konto

Die IBAN kennen Sie: CH, zwei Prüfziffern, dann 17 Zeichen, zum Beispiel CH93 0076 2011 6238 5295 7. Sie identifiziert Ihr Bankkonto und funktioniert für jede QR-Rechnung. Mit einer normalen IBAN können Sie:

  • ohne Referenz arbeiten – Ihr Kunde sieht dann im Zahlteil die Rechnungsnummer als «Zusätzliche Information», oder
  • eine SCOR-Referenz mitgeben (internationale Creditor Reference nach ISO 11649, beginnt mit «RF», z. B. RF18 5390 0754 7034). Banken und Buchhaltungsprogramme können Zahlungen damit automatisch zuordnen.

QR-IBAN: dasselbe Konto, eine zweite Nummer

Eine QR-IBAN sieht genauso aus wie eine IBAN, gehört zum selben Konto – aber an den Stellen 5 bis 9 (der sogenannten IID) steht eine Zahl zwischen 30000 und 31999. Daran erkennen Banken und Software, dass es sich um eine QR-IBAN handelt.

Die QR-IBAN gibt es nur zusammen mit der QR-Referenz: einer 27-stelligen Zahl mit Prüfziffer, ähnlich der alten ESR-Referenz vom orangen Einzahlungsschein. Die Bank liefert Ihnen bei jeder Gutschrift diese Referenz mit, zum Beispiel in der elektronischen Gutschriftsanzeige (camt.054). So kann Ihre Buchhaltung jede Zahlung automatisch der richtigen Rechnung zuordnen und als bezahlt markieren.

Eine QR-IBAN erhalten Sie von Ihrer Bank auf Anfrage, oft direkt im E-Banking. Manche Banken verlangen dafür einen Zusatzvertrag.

Erlaubte und verbotene Kombinationen

Konto Referenz Erlaubt?
QR-IBAN QR-Referenz (27 Ziffern) ✅ Ja – Pflicht
QR-IBAN SCOR-Referenz oder keine ❌ Nein
IBAN SCOR-Referenz (RF…) ✅ Ja
IBAN keine Referenz ✅ Ja
IBAN QR-Referenz ❌ Nein

Die verbotenen Kombinationen sind der häufigste Grund, warum eine QR-Rechnung beim Scannen einen Fehler zeigt.

Was soll ich nehmen?

  • Wenige Rechnungen pro Monat, Sie gleichen Zahlungen von Hand ab: Ihre normale IBAN genügt völlig.
  • Viele Rechnungen, Sie möchten Zahlungseingänge automatisch abgleichen (z. B. mit Buchhaltungssoftware): Eine QR-IBAN spart Zeit.

Wechseln können Sie jederzeit – bestehende Rechnungen bleiben gültig, solange Konto und Referenz zusammenpassen.

Wichtig: IBAN aus Liechtenstein

Für die QR-Rechnung sind Konten in der Schweiz und in Liechtenstein zugelassen (IBAN beginnend mit CH oder LI). Eine deutsche oder österreichische IBAN funktioniert für den Schweizer QR-Zahlteil nicht.

So macht es SmartRechnung

Sie hinterlegen einfach Ihre IBAN oder QR-IBAN in den Einstellungen – die Prüfziffer wird dabei kontrolliert, Tippfehler fallen sofort auf. Den Rest erledigt die Software:

  • QR-IBAN erkannt → jede Rechnung erhält automatisch eine eindeutige 27-stellige QR-Referenz.
  • Normale IBAN → jede Rechnung erhält eine SCOR-Referenz (RF…) und die Rechnungsnummer als Mitteilung.

Falsche Kombinationen sind damit ausgeschlossen. Kostenlos testen – oder lesen Sie, wie Sie Schritt für Schritt eine QR-Rechnung erstellen.

Fazit

Die IBAN reicht für jede QR-Rechnung. Die QR-IBAN ist ein Zusatz für alle, die Zahlungen automatisch zuordnen möchten – dann aber immer mit QR-Referenz. Wer das von der Software regeln lässt, muss sich um die Kombinationen nicht kümmern.

Alle Artikel